Mit Arsphenamin, spätestens aber mit der Entdeckung von Penicillin begann das Zeitalter der Antibiotika, die seitdem Millionen von Menschen bei einer Infektion das Leben gerettet haben dürften. Allerdings treten mittlerweile zunehmend multiresistente Bakterien auf.
Möglicherweise wird das befördert, weil die Produktion in Länder verlegt wurden, wo nicht nur die Kosten, sondern auch die Kontrollen geringer ausfallen. Auf der Verpackung mag “Made in Germany“ stehen, aber nur weil die Pharmafirma hier ihren Sitz hat. Daß die Produktion in Deutschland stattfand, bedeutet es hingegen nicht. Vielleicht war der Produktionsort Hyderabad in Indien. Dies ist nicht nur die Arzneimittel-Hauptstadt des Landes sondern gilt auch als einer der wichtigsten Produktionsstandorte weltweit.
Hier mehren sich die Hinweise darauf, daß bei der Produktion von Medikamenten die Abwässer ungereinigt in die Natur fließen. In diesen ungereinigtem Wasser befinden sich auch Antibiotika. In der Natur treffen sie auf Bakterien. Einige von ihnen sind immun oder entwickeln Abwehrmechanismen gegen die Arznei. Durch die dann folgende Vermehrung breiten sich die resistenten Keime dann aus. Laut WHO sterben bereits Hunderttausende Menschen, weil Antibiotika nicht mehr wirken. Todesursache sind teilweise Krankheiten, die lange als besiegt galten. Oft reichen kleinste Verletzungen.
Bislang galt für resistente Keime vor allem falsche Anwendung und Überkonsum als Ursache. Nun sind es teilweise wohl auch gerade die Pharmaindustrie, die eigentlich mit ihren Produkten Leben retten soll.

Quellen:
tagesschau.de
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