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18.09.2020, 21:31 von Lokalrunde

Netzwelt Tutanota sollte Zugriff auf verschlüsselte E-Mails ermöglichen

Tutanota sollte Zugriff auf verschlüsselte E-Mails ermöglichen

Der E-Mail-Anbieter Tutanota ist ein E-Mail-Dienst, der seinen Kunden eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet. Nun wollte die Staatsanwaltschaft Hannover, das dieser alle E-Mails eines bestimmten Accounts vom April 2020 weiterleitet. Internationale Ermittler konnten diesen Account einem Verdächtigen zuordnen, der ein großes Lebensmittelunternehmen erpressen und eine Millionensumme fordern wollte.

Die Mails bei Tutanota sind jedoch so verschlüsselt, dass der Betreiber diese selbst nicht lesen kann. Um dies umsetzen zu können, hätte man seitens des Anbieters eine Hintertür programmieren müssen, wogegen man sich weigerte, da dadurch die "Verschlüsselung grundsätzlich unsicher wird", wie Geschäftsführer Matthias Pfau erklärte. Seitens des Amtsgericht wurde deshalb gegen Pfau zunächst ein Ordnungsgeld festgesetzt, später dann seitens der Staatsanwaltschaft sogar Beugehaft beantragt.

Pfau berief sich jedoch auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, wonach die Herausgabepflicht dieser Daten nur für Telekommunikationsprovider gelte. Das Landgericht Hannover bestätigte dies nun.

Bild: Tutanota-Logo (via Wikipedia, Transparenz entfernt)
Quelle: Spiegel Online

12.06.2020, 12:46 von Lokalrunde

Netzwelt Wird es künftig keine DJ-Sets und Musikstreams mehr auf Twitch geben?

Wird es künftig keine DJ-Sets und Musikstreams mehr auf Twitch geben?

Nicht zuletzt durch die Coronavirus-Pandemie erfreuen sich Musikstreams und Livesets auf der Livestream-Plattform Twitch immer größerer Beliebtheit. Dies könnte sich nun jedoch ändern. Seitens der Recording Industry Assosciation America (RIAA) gab es offenbar zahlreiche Beschwerden wegen Urheberrechtsverletzungen. Das Hosten von DJ-Sets, Radio-Shows o.ä. auf Twitch kann im schlimmsten Fall zu einem permanenten Bann führen.

Ein Beleg für das Vorgehen seitens der Streamingplattform von Amazon findet sich in Screenshots betroffener Nutzer in sozialen Medien. Zwar hat Twitch schon länger Richtlinien zur Verwendung urheberrechtlich geschützter Musik, allerdings wurden diese bislang nur sehr locker durchgesetzt, sodass einige Nutzer sie gar nicht gekannt oder bewusst ignoriert haben. Streamern droht nun die Löschung ihrer Konten, wenn sie nicht alte Clips mit urheberrechtlich geschützten Musikwerken löschen.

Bislang sind zwar nur Musikkanäle davon betroffen, allerdings nutzen auch viele Spiele wie beispielsweise GTA, Need For Speed oder FIFA lizenzierte Musik, sodass entsprechende Clips möglicherweise ebenfalls nicht mehr online sein dürfen.
Während Verstöße gegen das Urheberrecht für Musik natürlich ein sehr ernstes Problem darstellen, hätte der Zeitpunkt der Beschwerden nicht zu einem schlechteren Zeitpunkt kommen können. Künstler, die aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie nicht touren können, haben die Plattform für sich entdeckt. Außerdem gab es immer wieder Livestreams, bei denen auch Geld für wohltätige Zwecke gesammelt wurde.

Allerdings ist wohl auch die Größe der Streamer entscheidend. Wie einige größere Twitch-Streamer bekanntgegeben haben, hatten sie bereits mehr als die erlaubte Menge an Verstößen, wodurch normalerweise ihr Kanal gefährdet wäre. Jedoch wurde ihnen bereits durch ihre Twitch-Partner-Vertreter mitgeteilt, dass alles in Ordnung sei.

Bild: Twitch-Logo (via Wikipedia)
Quelle: cultr.com

22.05.2020, 08:54 von theSplit

Netzwelt Firefox stoppt Support für FTP

Besser spät als nie. Firefox wird voraussichtlich Ende Juli den Support für das FTP (Protokoll) einstellen, wie hier (auf Englisch) im Blog von Mozilla nachzulesen ist: https://blog.mozilla.org/addons/2020...tp-in-firefox/

Im weiteren heißt es, dass dieses Protokoll veraltet wäre und daher nicht mehr unterstützt werden soll, aufgrund von Sicherheitsbedenken und es wird so kommen, dass andere Anwendungen, externe FTP Clients außerhalb des Browsers, die FTP Schnittstelle verarbeiten sollen, so fern dies gewünscht wird.

The Firefox platform development team recently announced plans to first disable, and then remove the implementation for built-in FTP from the browser. FTP is a protocol to transfer files from one host to another. It predates the Web and was not designed with security in mind. Now, we have decided to remove it because it is an infrequently used and insecure protocol. After FTP is disabled in Firefox, people can still use it to download resources if they really want to, but the protocol will be handled by whatever external application is supported on their platform. Der endgültige Termin bis Ende Juli kann sich, laut Mozilla, aufgrund der Pandemie von Covid-19 noch weiter nach hinten ziehen. In jedem Fall sollte dies berücksichtigt werden, wenn ein Dienst auf FTP aufbaut oder abhängig ist.

Im Weiteren gilt dies auch für Add-ons die FTP Funktionalitäten anbieten, welche daher dann nicht mehr unterstützt werden.

19.05.2020, 19:37 von KaPiTN

Netzwelt Hat Brian David Corvers bei Google einen Antrag zur Entfernung personenbzg. Daten gemäß des Eur. Datenschutzes gestellt?

Nach EU-Recht gibt es ein Recht auf Vergessen. Dieses bedeutet, laut Datenschutz.org, folgendes:

• Das Recht auf Vergessenwerden stellt ein Grundrecht der Betroffenen dar, das diesen gemäß Datenschutz zugewiesen ist. Es bezieht sich dabei auf die Ergebnisse bei Suchmaschinendiensten.
• Betroffene dürfen eine Löschanfrage gegenüber den Suchmaschinenanbietern stellen, wenn sie einzelne Suchergebnisse, die zu ihrer Person gespeichert sind, nicht aufgelistet sehen wollen.
• Bei Bewilligung eines begründeten Löschantrags werden lediglich die Suchergebnisse nicht mehr gelistet. Die Löschung der Informationen auf den Websites, die diese Daten listen, muss bei den Betreibern der einzelnen Domains gesondert beantragt werden.

Einen Antrag dazu läßt sich z.B. bei Google über ein Webformular stellen.
https://www.google.com/webmasters/to...tbf&hl=de&rd=1

Wird dem Antrag stattgegeben, wird der Webmaster der Seite, zu der ein Suchergebnis geführt hat, über den Vorgang informiert. Dabei wird nur die URL erwähnt, aber weder wer den Antrag gestellt hat, noch um welche Suchanfragen es sich handelt.

Das ngb.to ist nun darauf hingewiesen worden, daß die URL https://ngb.to/threads/26901-Interne...vers-in-U-Haft von einem derartigen Antrag betroffen sei.
Es handelt sich dabei um eine News von tarnkappe.info, welche seinerzeit während der Kooperation auch auf ngb.to veröffentlicht wurde.

Wer den Antrag gestellt hat ist, wie erwähnt, nicht bekannt. Tatsache aber ist, daß weder für ngb.to noch auf tarnkappe.info eine Suchergebnis in Zusammenhang mit dem Begriff „Brian David Covers“ zu finden ist.

Bei tarnkappe.info ist des weiteren der Originalartikel nicht mehr online. Ob es dazu einen Antrag an tarnkappe gegeben hat, ist auf Seiten des ngb bislang nicht bekannt, ebenso nicht, ob Google an tarnkappe.info ebenfalls herangetreten ist.

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